.
  Speispinne
 

Speispinne, Leimschleuderspinne
Vorkommen: Mittelmeerraum

Wie alle Speispinnen besitzt Scytodes thoracica speziell abgewandelte und in zwei Bereiche unterteilte Giftdrüsen. Im größeren hinteren Abschnitt wird ein Klebesekret, im kleineren vorderen Giftdrüsenbereich Gift produziert. Beide Bereiche münden in die Chelizerenklauen. Bei der Jagd wird das Beutetier mit einem Gemisch aus Gift und Klebstoff an der Unterlage festgeklebt. Der nächtliche Jäger kann somit gänzlich auf ein Fangnetz verzichten.
Das Jagdverhalten der Art ist hochinteressant. Mit etwas Glück kann man in der Nacht beobachten, wenn die Spinnen auf Beutesuche an den Wänden mit bedächtig-langsamen Bewegungen entlang "schleichen".
Die Spinne ist sehr kurzsichtig und ortet ihre Beute nur mit Hilfe von Sinneshaaren (Trichobothrien) am vorderen Beinpaar, die auf jeden kleinen Luftzug reagieren (JONES 1981). Hat die Speispinne ein Opfer geortet, hebt sie den Vorderkörper an und schleudert mit ruckartigen Bewegungen ihr Leim-Giftmischsekret dem Beutetier entgegen. Sie spuckt dabei den Klebstoff bis zu 2 cm weit in zickzackförmigen hin- und hergewundenen Schleifen über das Beutetier und leimt es so am Untergrund fest. Anschließend läuft die Jägerin zu ihrer Beute, versetzt ihr den Giftbiss und saugt es aus.
Die Spinnwarzen benutzt die Speispinne nur dazu um sich ein einfaches Wohngespinst zu bauen und ihre Eier einzuspinnen.


Speispinne Scytodes thoracica