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  Hundegedichte
 

Hundegedichte

Dein Hund


Wenn alle Dich  meiden und hassen, ob mit oder ohne Grund,
wird einer Dich niemals verlassen, und das ist Dein Hund.

Und würdest Du ihn sogar schlagen, ganz herzlos und ohne Verstand,
er wird es geduldig ertragen und leckt Dir dafür noch die Hand.

Nur Liebe und selbstlose Treue hat er für Dich immer parat.
Er beweist es Dir täglich auf´ s Neue, wie unsagbar gern er Dich hat.

Nennst Du einen Hund Dein Eigen, wirst Du nie verlassen sein,
und solltest Du vor Einsamkeit schweigen, dann bist du doch niemals allein.

Wirst einst der Tod Dir erscheinen, und schlägt Dir die letzte Stund´
wird einer bestimmt um Dich weinen, und das ist Dein Hund.

Drum schäm Dich nicht Deiner Tränen wenn einmal Dein Hund von Dir geht.
Nun er ist, das will ich erwähnen, ein Wesen, das stets zu Dir steht!

Der letzte Gang

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
Und quälende Pein hält mich wach -
Was Du dann tun musst - tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -
Muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei!


Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
Bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
Es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal -
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist -
Der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es soll nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

Treue

Dass mir mein Hund das Liebste sei,
sagts du oh Mensch sei Sünde.
Der Hund war mir im Sturme treu, 
der Mensch nichtmal im Winde.

Der alte Kettenhund

Ich bin allein; es ist schon Nacht
und stille wird's im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht,
dort ruht mein Herr sich aus.

Er liegt im warmen Federbett,
deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett
bewache seine Ruh.

Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,
der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht,
ich bin ja auch schon alt.

Die Hütte, die mein Herr versprach,
erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durchs morsche Dach,
Stroh gab's schon längst nicht mehr.

Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,
mein Winseln niemand hört,
und wüsst' mein Herr auch, was mir fehlt,
er wird nicht gern gestört.

Die Nacht ist lang,
zum zehnten Mal leck' ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt,
den grub ich längst schon aus.

Die Kette, die schon oft geflickt,
sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück
und nie werd ich sie los.

Was Freiheit ist, das lern ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg' ich, warte auf den Tod,
denn dieser macht mich frei.

Nun lass mich gehen

Er schaut Dich an mit dunklen Augen,
Du magst, Du willst es gar nicht glauben.

Gepeinigt durch den großen Schmerz,
'Nun lass mich gehen', schreit sein Herz.

Auch wenn die Seele Dir zerreißt,
es Abschied nehmen heißt.

Der treue Freund verabschiedet sich leise,
er geht auf seine letzte Reise.

Freudig erregt, mit großem Schritte,

überquert Dein Freund die Regenbogenbrücke ...

Warnung eines Welpen

 

Vor kurzem bin ich zu dir gekommen,

du hast mich in den Arm genommen.

Hast mich gestreichelt, gut behandelt,

doch bald schon hast du dich gewandelt.

 

Denn plötzlich hat es mich gepackt,

ich hab dir in den Flur gekackt.

Anstatt zu mir nur „Nein“ zu sagen,

hast das erstemal du mich geschlagen.

 

Warum, das konnte ich nicht verstehen,

doch dann habe ich deinen Schuh gesehen.

Wollte nur spielen mit Bedacht,

doch leider habe ich ihn kaputt gemacht.

 

Anstatt zu mir nur „Aus“ zu sagen,

hast du mich das zweitemal geschlagen.

 

Die Wurst die ich vom Teller genommen,

die ist mir auch nicht gut bekommen.

Denn statt einfach nur  „Pfui“ zu sagen,

hast du mich zum drittenmal geschlagen.

 

Bald bin ich nicht mehr ein junger Spund,

bin ein großer, kräftiger Schäferhund.

Und schlägst du wieder, sollst du wissen,

von jetzt an wird zurückgebissen.

 

Und rufst du dann „Aus“ „Pfui“ und „Nein“,

so wird das ziemlich sinnlos sein.

Denn die Bedeutung kann ich nicht kapieren,

bekam ja nur viel Schmerz zu spüren.

 

So merke dir aus gutem Grund,

mit Schlägen erziehst du keinen Hund.

M. Finn Drechsel (2008)



Zitat:

Der einzige Tag an dem du bereuen wirst, dass
du dir einen Hund angeschafft hast,
ist der Tag, an dem er von dir gehen muss.

M. Finn Drechsel (2008)

Hund und Katze

Miezel, eine schlaue Katze,
Molly, ein begabter Hund,
Wohnhaft an demselben Platze,
Haßten sich aus Herzensgrund.

Schon der Ausdruck ihrer Mienen,
Bei gesträubter Haarfrisur,
Zeigt es deutlich: Zwischen ihnen
Ist von Liebe keine Spur.

Doch wenn Miezel in dem Baume,
Wo sie meistens hin entwich,
Friedlich dasitzt, wie im Traume,
Dann ist Molly außer sich.

Beide lebten in der Scheune,
Die gefüllt mit frischem Heu.
Alle beide hatten Kleine,
Molly zwei und Miezel drei.

Einst zur Jagd ging Miezel wieder
Auf das Feld. Da geht es bumm.
Der Herr Förster schoß sie nieder.
Ihre Lebenszeit ist um.

Oh, wie jämmerlich miauen
Die drei Kinderchen daheim.
Molly eilt, sie zu beschauen,
Und ihr Herz geht aus dem Leim.

Und sie trägt sie kurz entschlossen
Zu der eignen Lagerstatt,
Wo sie nunmehr fünf Genossen
An der Brust zu Gaste hat.

Mensch mit traurigem Gesichte,
Sprich nicht nur von Leid und Streit.
Selbst in Brehms Naturgeschichte
Findet sich Barmherzigkeit.

Wilhelm Busch

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